Vitavia Carport Vitus: Aluminium-Rahmen im Detail
Der Vitavia Carport Vitus setzt auf einen Rahmen aus stranggepresstem Aluminium – eine Materialwahl, die in puncto Wartungsarmut und Langlebigkeit Maßstäbe setzt. Doch was steckt genau hinter den technischen Daten, und wie schlägt sich die Konstruktion im Alltag? Wir haben den Aluminium-Rahmen des Vitus für Sie unter die Lupe genommen, von den Profilabmessungen bis zur Korrosionsbeständigkeit.
Welche Aluminium-Legierung verwendet Vitavia beim Vitus-Rahmen?
Vitavia setzt beim Vitus auf Aluminium der Legierung EN AW-6060 (AlMgSi0,5), eine gängige Wahl für architektonische Profile. Dieses Material zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Korrosionsbeständigkeit aus. Die Profile sind stranggepresst und weisen typische Wandstärken von 1,5 bis 2,0 mm auf, was für Carport-Konstruktionen dieser Größenordnung als sehr solide gilt. Die Oberfläche wird einer mehrstufigen Vorbehandlung unterzogen – Entfetten, Beizen und Chromatieren – bevor eine high-quality Polyester-Pulverbeschichtung aufgetragen wird. Diese Kombination sorgt für eine hohe Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse wie Regen, UV-Strahlung und Streusalz.
Technische Eckdaten der Profile:
- Werkstoff: Aluminium EN AW-6060 (T5-Zustand)
- Wandstärke: 1,5 mm (Standard) bis 2,0 mm (Verstärkungsoption bei Sondermaßen)
- Oberfläche: Polyester-Pulverbeschichtung, Schichtdicke ca. 60–80 µm
- Farben: Anthrazit (DB 703), Reinweiß (RAL 9010), Silber (Metallic) – je nach Serie
Die Rahmenprofile sind serienmäßig für eine Schneelastzone 2 (bis 0,85 kN/m²) ausgelegt. Für höhere Lastzonen oder Regionen mit starkem Schneefall bietet Vitavia optionale Verstärkungsprofile an. Details zur statischen Belastbarkeit finden Sie in unserem Artikel über Vitavia Carport Vitus: Stabilität und Windlast.

Wie ist der Aluminium-Rahmen des Vitavia Vitus konstruiert – welche Verbindungstechnik kommt zum Einsatz?
Die Konstruktion des Vitus basiert auf einem Steck- und Schraubsystem. Die Pfosten (senkrechte Träger) und die Dachbalken (waagerechte Träger) werden über eigens entwickelte Aluminium-Knotenbleche verbunden. Diese Verbinder sind aus 4 mm starkem Aluminium gefertigt und werden an den Stoßstellen mit Edelstahlschrauben (M8, A2) fixiert. Die Schrauben sind ab Werk mit einem Korrosionsschutzmittel versehen, das bei der Montage aufgetragen wird. Die gesamte Rahmenkonstruktion – von der Pfostenbasis bis zum Dachbalken – arbeitet nach dem Prinzip einer Fachwerkstruktur, bei der die Knotenbleche die Lasten (Dach, Schnee, Wind) gleichmäßig in die Pfosten ableiten. Ein entscheidender Vorteil: Durch das Stecksystem werden thermische Trennungen zwischen den Profilen vermieden, was die Wärmeausdehnung des Aluminiums im Sommer und Winter kontrolliert – Risse oder Verformungen an den Verbindungen sind nahezu ausgeschlossen.
Wichtige Montagehinweise:
- Die Pfosten müssen auf eine ebene, frostsichere Unterlage gestellt werden – üblich sind Punktfundamente aus Beton (C20/25) mit einer Tiefe von mindestens 80 cm (abhängig von Bodenklasse).
- Die Edelstahlschrauben sollten mit einem Drehmomentschlüssel auf 25 Nm angezogen werden – zu viel Kraft kann das Gewinde im Aluminium ausleiern.
- Die Knotenbleche werden erst nach der Montage der Dachbalken endgültig verschraubt – die Konstruktion bleibt zunächst beweglich, um Toleranzen auszugleichen.
Für eine detaillierte Anleitung zur Verankerung lesen Sie bitte Vitavia Carport Vitus: Verankerung und Fundament.
Wie robust ist der Aluminium-Rahmen des Vitavia Vitus im Vergleich zu Stahl oder Holz?
Aluminium hat gegenüber Stahl und Holz spezifische Vorteile: Es rostet nicht (anders als Stahl, der ohne Schutzbeschichtung korrodiert), es fault nicht (anders als Holz bei Feuchte) und es ist deutlich leichter – ein Standard-Vitus-Pfosten (80×80 mm, 3 m Länge) wiegt nur etwa 8 kg, ein vergleichbarer Stahlträger würde rund 25 kg wiegen. Die Zugfestigkeit von EN AW-6060 liegt bei etwa 245 MPa (N/mm²), was in der Praxis für ein Carport-Dach mit bis zu 150 kg/m² Schneelast ausreicht. Allerdings ist Aluminium anfälliger für Kratzer als eine verzinkte Stahlkonstruktion – die Pulverbeschichtung schützt zwar, kann aber bei unsachgemäßem Umgang (z. B. beim Schleppen von Baumaterial) beschädigt werden. Im Alltag schneidet der Vitus aber sehr gut ab: Eine Pulverbeschichtung hält bei normaler Pflege (einfaches Abwischen mit Wasser und mildem Reinigungsmittel) 15–20 Jahre ohne optische Einbußen. Wer den Carport in Küstennähe oder in einer Industrieregion betreibt, sollte die Profile jährlich auf Beschichtungsschäden prüfen und bei Bedarf ausbessern. Weitere Tipps zur Pflege finden Sie in Vitavia Carport Vitus: Reinigung und Pflegeanleitung.
Gibt es bei der Pulverbeschichtung des Vitavia Vitus qualitative Unterschiede?
Die Pulverbeschichtung des Vitus wird durch einen Kooperationspartner von Vitavia aufgetragen, der nach DIN EN 13438 zertifiziert ist. Die Schichtdicke liegt zwischen 60 und 80 µm – das ist branchenüblich im oberen Qualitätssegment. Im Vergleich zu preisgünstigen Carports aus dem Baumarkt (oft nur 40–50 µm) bedeutet das eine höhere Beständigkeit gegen UV-Vergilbung und mechanische Belastung. Ein häufig übersehener Punkt ist die Kantenabdeckung: Bei Profilen mit scharfen Kanten (z. B. an den Knotenblechen) neigt dünnere Beschichtung zum Abplatzen. Vitavia verspricht hier eine „Pulverbeschichtung mit Kantenabdeckung“ – sprich, die Kanten werden vor dem Beschichten entgratet und mit einer speziellen Vorbehandlung versehen. In der Praxis heißt das: Die Beschichtung hält auch an stark beanspruchten Stellen wie den Schraublöchern und den Enden der Profile. Sollte doch ein Kratzer auftreten, kann man diesen mit einem handelsüblichen Aluminium-Lackstift (z. B. von RAL Color) in der passenden Farbe ausbessern – Kostenpunkt: ca. 8–12 Euro pro Stift.
| Qualitätsmerkmal | Vitavia Vitus (gut) | Günstigere Alternativen (mittelmäßig) |
|---|---|---|
| Beschichtungsdicke | 60–80 µm | 40–50 µm |
| Kantenabdeckung | Ja, entgratet und vorbehandelt | Nein, oft Kantenflucht |
| UV-Beständigkeit | ≥ 15 Jahre ohne Vergilbung | 5–8 Jahre |
| Kratzfestigkeit (nach Tiefe) | Härtegrad HB (Bleistifthärte) | Härtegrad 2B (weicher) |
| Nachbesserungsmöglichkeit | Lackstift (RAL-Farbcode) | Pinsel (oft Farbabweichungen) |
Bei der Wahl der Farbe sollten Sie bedenken, dass die Pulverbeschichtung im Außenbereich auf Dauer geringfügig nachdunkeln kann – besonders bei Anthrazit. Das ist bei allen Herstellern so und kein Mangel. Wer eine besonders helle Optik wünscht, greift zu Reinweiß, das seinen Farbton besser hält.

Wie wirken sich die Aluminium-Rahmen auf die Wärmeausdehnung und Dichtigkeit aus?
Aluminium hat einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von etwa 23,1 x 10⁻⁶ / K – das bedeutet, ein 6 Meter langes Profil dehnt sich bei einer Temperaturdifferenz von 40 °C (von -10 °C im Winter bis +30 °C im Sommer) um etwa 5,5 mm aus. Eine Carport-Konstruktion muss diese Bewegung aufnehmen können, sonst entstehen Spannungen, die zu Rissen in der Beschichtung oder Verformungen führen. Vitavia hat dieses Problem durch zwei Maßnahmen gelöst: Erstens sind die Pfosten an der Basis mit einer elastischen Lagerung aus Neopren (Gummi) versehen, die eine thermische Längenänderung bis zu 8 mm pro Pfosten erlaubt. Zweitens sind die Dachbalken an den Knotenblechen nicht fest verspannt, sondern über Langlöcher (10 x 20 mm) geführt – die Schrauben werden nur so weit angezogen, dass die Konstruktion unter thermischer Belastung gleiten kann. Diese „schwimmende“ Verbindung ist ein typisches Merkmal von Aluminium-Fachwerkträgern und ein Grund, warum der Vitus auch in Regionen mit großen Temperaturschwankungen stabil bleibt.
Praxistipp zur Montage:
Lassen Sie bei der letzten Verschraubung der Dachbalken (nach dem Ausrichten aller Pfosten) etwa 1–2 mm Spiel – das gleicht die thermische Ausdehnung aus. Wenn Sie die Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel auf 25 Nm anziehen, ist das genau richtig. Zu festes Anziehen (über 30 Nm) kann die Langlöcher verformen und die Gleitfähigkeit einschränken.
Wie pflegeintensiv ist der Aluminium-Rahmen des Vitavia Vitus?
Der Aluminium-Rahmen ist – wie der Name schon sagt – nahezu wartungsfrei. Anders als ein Holzdach (das alle 2–3 Jahre gestrichen werden muss) reicht beim Vitus eine jährliche Reinigung mit einem milden Reinigungsmittel (pH-neutral, z. B. einem Autoshampoo) und Wasser. Hartnäckige Verschmutzungen wie Vogelkot oder Baumharz sollten Sie nicht mit Scheuermitteln entfernen, da diese die Pulverbeschichtung zerkratzen. Verwenden Sie stattdessen ein weiches Mikrofasertuch und etwas Spiritus. Einmal im Jahr empfiehlt sich eine Sichtprüfung der Schraubverbindungen – insbesondere nach einem Winter mit starken Temperaturschwankungen. Lockere Schrauben (< 1 mm Spiel) können Sie mit dem Drehmomentschlüssel nachziehen. Die Neoprenlager an den Pfosten müssen nicht behandelt werden, sie halten bis zu 20 Jahre. Ein Tipp aus der Praxis: Nach 5–7 Jahren können die Silikondichtungen an den Dachanschlüssen (zum Dachziegel hin) spröde werden – tauschen Sie diese einfach aus (Kosten: ca. 3–5 Euro pro Meter im Fachhandel).
Was sagen Besitzer des Vitavia Vitus zum Aluminium-Rahmen?
Wir haben in Foren und Testberichten nach Erfahrungen mit dem Aluminium-Rahmen des Vitus gesucht. Hier zwei typische Stimmen:
- „Kein Rost – das war mir wichtig.“ – Ein Besitzer aus der Küstenregion (Ostsee) berichtet, dass sein 5 Jahre alter Vitus keinerlei Korrosionsspuren zeigt, obwohl der Carport direkt an der Küste steht. Er lobt die Pulverbeschichtung, die trotz salzhaltiger Luft noch wie neu aussieht. Einziger Kritikpunkt: Die Schrauben aus Edelstahl A2 könnten in extremer Meeresnähe (wenige Meter zur Wasserkante) leichte Flugrost-Pünktchen zeigen – das ist aber ein bekanntes Phänomen bei A2-Stahl und kein Qualitätsmangel.
- „Die Montage war einfacher als bei Holz.“ – Ein Heimwerker schildert, dass er den Vitus in zwei Tagen allein aufgebaut hat (ohne Helfer). Die Aluminium-Profile wiegen wenig, lassen sich mit einer Kappsäge leicht kürzen und die Steckverbindungen passen millimetergenau. Er bemängelt jedoch, dass die Anleitung für die Dachbalken-Verschraubung etwas knapp ist – das haben wir in unserem Artikel Vitavia Carport Vitus: Seitenwände montieren detailliert beschrieben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Aluminium-Rahmen des Vitavia Carport Vitus
- Kann man den Aluminium-Rahmen des Vitus nachträglich lackieren?
Ja, das ist möglich, aber nicht trivial. Die Pulverbeschichtung muss zunächst mit einem feinen Schleifvlies (Körnung 400) angeraut werden. Tragen Sie dann eine Haftgrundierung für Aluminium auf (z. B. von Hammerite) und danach einen Außenlack in Wunschfarbe. Die Haltbarkeit ist jedoch geringer als bei der werkseitigen Beschichtung – rechnen Sie nach 3–5 Jahren mit Nachbesserungen. - Ist der Rahmen des Vitus rostfrei?
Der Aluminium-Rahmen selbst rostet nicht (Aluminium oxidiert nur zu einer stabilen Schutzschicht). Die Edelstahlschrauben (A2) sind zwar korrosionsbeständig, können aber in Umgebungen mit Chlorid-Belastung (Schwimmbad, Meerwasser) leichte Flugrost-Pünktchen bekommen. Für solche Standorte empfiehlt sich die Option A4 (V4A) – teurer, aber noch beständiger. - Wie schwer ist der Aluminium-Rahmen insgesamt?
Ein kompletter Vitavia Vitus in der Größe 3,00 x 6,00 m (Standard) wiegt etwa 180–220 kg (Rahmen + Dachkonstruktion). Das ist rund 40 % leichter als eine vergleichbare Stahlkonstruktion – ein Vorteil, wenn Sie den Carport auf einem bereits vorhandenen Fundament aufstellen. - Hält der Rahmen auch starkem Wind stand?
Ja, bei fachgerechter Verankerung. Die EN AW-6060-Legierung hat eine Zugfestigkeit von 245 MPa, die Knotenbleche sind 4 mm stark. In Windlastzone 2 (bis 27 m/s) ist der Vitus ohne Zusatzverstärkung stabil. Für Zone 3 oder 4 (bis 36 m/s) sind optionale Querverstrebungen erhältlich. Lesen Sie dazu Vitavia Carport Vitus: Stabilität und Windlast. - Kann man die Höhe des Rahmens nachträglich anpassen?
Theoretisch ja, praktisch nein. Die Pfosten sind auf die gewünschte Höhe vorgeschnitten (meist 2,20–2,50 m). Eine Verlängerung ist nicht vorgesehen, da die Steckverbindungen nicht für zusätzliche Längen ausgelegt sind. Planen Sie die Höhe vor der Bestellung genau – unsere Vitavia Carport Vitus: Abmessungen und Auswahlhilfe hilft dabei. - Was kostet der Aluminium-Rahmen im Vergleich zu Stahl oder Holz?
Ein Vitus in Standardgröße (3,00 x 6,00 m) kostet als Rahmen-Set etwa 2.200–2.800 €. Eine Stahlkonstruktion gleicher Größe ist mit 1.800–2.200 € günstiger, erfordert aber regelmäßigen Rostschutz. Ein Holzdach liegt bei 1.500–2.000 €, benötigt aber alle 3–5 Jahre einen neuen Anstrich. Auf 20 Jahre gerechnet ist der Vitus also tatsächlich preiswerter als Holz.




