Gartenhaus GmbH Carport Classic: Flachdach-Eindeckung richtig wählen
Der Carport Classic von Gartenhaus GmbH überzeugt mit seinem schlichten Flachdach – doch die passende Eindeckung entscheidet über Langlebigkeit und Wetterbeständigkeit. Wer hier falsch wählt, riskiert Undichtigkeiten oder erhöhten Pflegeaufwand. Wir zeigen, welche Materialien und Bauweisen für das Flachdach des Carport Classic sinnvoll sind und worauf Sie bei der Eindeckung achten müssen.
Welche Dachneigung hat der Carport Classic standardmäßig?
Das Flachdach des Carport Classic wird von Gartenhaus GmbH mit einer Neigung von 3 bis 5 Grad ausgeliefert – je nach Ausführung. Diese minimale Steigung ist typisch für moderne Pult- oder Flachdach-Konstruktionen und reicht aus, um Regenwasser zuverlässig abzuleiten. Die tatsächliche Neigung hängt von der Pfettenhöhe und der gewählten Sparrenlänge ab; bei einer Breite von 3,50 m beträgt der Höhenunterschied von der Oberkante bis zur Traufe rund 10 bis 12 cm.
Diese geringe Neigung stellt besondere Anforderungen an die Eindeckung: Materialien wie Dachziegel oder Betonsteine sind ungeeignet, da sie zu steilere Neigungen (ab 15 Grad) benötigen. Stattdessen kommen bituminöse Bahnen, Kunststoffbahnen oder spezielle Flachdachsysteme zum Einsatz. Wir empfehlen, vor der Auswahl die genaue Neigung an Ihrem Standort zu messen – besonders wenn Sie den Carport in einer Region mit starkem Schneefall aufstellen.

Bitumen-Schweißbahnen: die Standardlösung für das Classic-Dach?
Bituminöse Schweißbahnen (auch als Dachpappe oder Bitumen-Dachbahnen bezeichnet) sind die am häufigsten gewählte Eindeckung für Flachdach-Carports – und auch für den Carport Classic eine solide Option. Die Bahnen werden in der Regel zweilagig aufgebracht: eine Unterlage aus Glasvlies-Bitumenbahn und eine Decklage aus Polymerbitumen-Bahn mit feiner Mineralgries-Beschichtung. Die typische Stärke liegt bei 4 mm pro Lage, insgesamt also 8 mm Dachaufbau.
Diese Lösung ist robust und preiswert. Ein Quadratmeter kostet inklusive Untergrundvorbereitung und Arbeit zwischen 25 und 40 Euro. Wichtig: Die Bahnen müssen mindestens 8 cm an den Rändern hochgeführt werden – an den Seitenwänden und an der Vorderkante. Gartenhaus GmbH liefert die First- und Traufbleche passend zum Classic-System mit; diese sollten Sie unbedingt verwenden, um Wassereintrag an den Stoßstellen zu vermeiden. Die Haltbarkeit liegt bei fachgerechter Verlegung bei 15 bis 20 Jahren, sofern die Dachhaut regelmäßig auf Risse oder Blasen kontrolliert wird.
Ein Nachteil: Bei direkter Sonneneinstrahlung (südseitige Ausrichtung) können Bitumenbahnen im Hochsommer Temperaturen bis 80 °C erreichen, was den Alterungsprozess beschleunigt. Eine helle Splitt-Abdeckung oder eine zusätzliche Beschichtung kann Abhilfe schaffen.
PVC-Dachbahnen oder EPDM: die Alternative bei starken Temperaturschwankungen?
Kunststoff-Dachbahnen aus PVC (Polyvinylchlorid) oder EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) sind eine Alternative, die sich vor allem bei großen Dachflächen oder in Regionen mit extremen Temperaturschwankungen lohnt. Beide Materialien sind elastischer als Bitumen und lassen sich bei Temperaturen von -20 °C bis +80 °C verarbeiten. Für den Carport Classic mit seinen Standardmaßen (z. B. 3,50 x 6,00 m) ist EPDM in einer Stärke von 1,2 mm absolut ausreichend.
Der entscheidende Vorteil: EPDM ist nahezu wartungsfrei, da es nicht spröde wird und resistent gegen UV-Strahlung ist. Die Verlegung erfolgt entweder lose mit Ballast (z. B. Kies) oder vollflächig verklebt – letzteres ist auf dem hölzernen Dachstuhl des Carport Classic zu bevorzugen. Ein Quadratmeter EPDM-Folie kostet inklusive Kleber und Zubehör rund 30 bis 50 Euro, also etwas teurer als Bitumen. Dafür hält eine fachgerechte EPDM-Eindeckung 30 bis 50 Jahre – bei gleichem Dachaufbau.
Praktischer Tipp: Wenn Sie später eine Dachbegrünung planen, ist EPDM die bessere Wahl, da es wurzelfest ist. PVC enthält dagegen Weichmacher, die mit der Zeit ausgasen und die Bepflanzung beeinträchtigen können. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag Gartenhaus GmbH Carport Classic: Vor- und Nachteile des Satteldachs, wenn Sie über eine alternative Dachform nachdenken.
Welche Dämmung ist unter der Eindeckung sinnvoll?
Das Flachdach des Carport Classic ist in der Regel ungedämmt – das ist bei einem offenen Carport auch nicht zwingend erforderlich. Möchten Sie den Carport jedoch geschlossen nutzen (z. B. mit Seitenelementen oder als Hobbyraum), sollten Sie über eine Dämmung nachdenken. Die klassische Variante ist eine Aufsparrendämmung aus PUR-Hartschaumplatten mit einer Stärke von 6 bis 10 cm. Diese wird auf die Dachschalung aufgebracht und anschließend mit der Dachbahn abgedeckt.
Ohne Dämmung wird das Dach im Winter kalt bleiben, was bei einem Carport Classic ohne geschlossene Seiten in der Regel kein Problem ist. Wenn Sie jedoch Seitenelemente ergänzen, kann Kondenswasser an der Unterseite der Dachhaut entstehen. In diesem Fall hilft eine diffusionsoffene Unterspannbahn unter der Dachschalung. Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserem Ratgeber Gartenhaus GmbH Carport Classic: Seitenelemente ergänzen.
Ein häufiger Fehler ist, eine Dampfsperre auf der Warmseite (Raumseite) zu vergessen. Wenn der Carport beheizt wird, muss die Dampfsperre auf der Innenseite angebracht werden, sonst diffundiert Feuchte in die Dämmung und führt zu Schimmel. Für den klassischen Carport Classic ohne Heizung reicht eine einfache Unterspannbahn aus.
Welche Unterspannbahn ist empfehlenswert?
Die Unterspannbahn liegt zwischen der Dachschalung (OSB-Platten oder Nut- und Federbretter) und der Dachbahn. Sie schützt den Dachstuhl vor Kondenswasser und verhindert, dass Feuchte von unten in die Konstruktion eindringt. Für den Carport Classic empfehlen wir eine diffusionsoffene Unterspannbahn mit einem sd-Wert von unter 0,5 m (sehr dampfdurchlässig). Typische Produkte wie die „Siga Majcoat“ oder „Würth Dachfolie“ sind hier geeignet.
Die Kosten liegen bei etwa 3 bis 5 Euro pro Quadratmeter. Achten Sie darauf, dass die Bahn an den Überlappungen (ca. 10 bis 15 cm) mit geeignetem Klebeband abgedichtet wird – reißfeste Kautschuk-Klebebänder sind besser als einfache Klebestreifen. Wir empfehlen, die Unterspannbahn vor der Montage der Dachschalung auf die Sparren zu spannen. Alternativ kann sie nachträglich unter die Schalung geklemmt werden, das ist aber aufwändiger und anfälliger für Undichtigkeiten.

Wie vermeide ich Schäden durch Staunässe auf dem Flachdach?
Flachdächer mit minimaler Neigung sind anfällig für Pfützenbildung – besonders auf dem Carport Classic, wenn die Dachschalung nicht exakt waagerecht montiert ist. Stehendes Wasser führt mit der Zeit zu Moosbewuchs, Algen und im schlimmsten Fall zu Durchfeuchtung der Konstruktion. Abhilfe schafft ein Gefälle von mindestens 2 Prozent (2 cm pro Meter). Bei der Montage des Classic-Ständergerüsts sollten Sie daher die Pfetten entsprechend ausrichten.
Praktische Maßnahmen: Kontrollieren Sie nach jedem Starkregen, ob sich Wasser auf dem Dach sammelt. Falls ja, können Sie durch punktuelle Aufhöhungen der Dachschalung den Wasserabfluss verbessern. Auch eine Dachrandverkleidung aus Alu-Kantblech (ca. 8 bis 10 cm breit) hilft, Wasser an den Rändern gezielt abzuleiten. Wir empfehlen, diese Bleche bei Gartenhaus GmbH direkt mitzubestellen – sie sind auf das Classic-System abgestimmt und reduzieren die Gefahr von Kältebrücken.
Ein weiterer Tipp: Wenn Sie in einer Region mit starkem Schneefall wohnen (z. B. Alpenvorland), sollte die Dachlast des Carport Classic mindestens 150 kg/m² betragen. Das Classic-Gerüst aus Stahlpfosten hält das aus, die Dachhaut muss aber entsprechend dimensioniert sein. Lesen Sie dazu auch Gartenhaus GmbH Carport Classic: Stahlpfosten richtig verbauen.
Was kostet die Flachdach-Eindeckung für den Carport Classic?
Die Gesamtkosten für die Eindeckung hängen stark von der Materialwahl und der Dachgröße ab. Hier eine Übersicht für ein Standardmaß von 3,50 x 6,00 m (21 m² Dachfläche):
| Material | Kosten pro m² (Material + Arbeit) | Gesamtkosten (21 m²) | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Bitumen-Schweißbahnen (2-lagig) | 25–40 € | 525–840 € | 15–20 Jahre |
| EPDM-Folie (1,2 mm, verklebt) | 35–55 € | 735–1.155 € | 30–50 Jahre |
| PVC-Kunststoffbahn (1,5 mm) | 30–50 € | 630–1.050 € | 25–35 Jahre |
| Dämmung + Unterspannbahn (optional) | 15–25 € | 315–525 € | Lebensdauer des Dachs |
Beachten Sie: Die Arbeitskosten sind regional unterschiedlich (40–70 € pro Stunde). In Eigenleistung sparen Sie die Montagekosten – das ist beim Carport Classic durch die geringe Größe gut machbar, erfordert aber Sorgfalt. Ein professioneller Dachdecker berechnet für eine 21 m² Fläche inklusive Randabschlüsse rund 1.200 bis 1.800 €.
Was Besitzer des Carport Classic berichten
Viele Carport-Classic-Besitzer loben die einfache Montage des Flachdachsystems – vor allem, wenn sie sich für Bitumen entscheiden. Ein häufiger Hinweis: „Die Schweißbahnen haben auf meinem Classic-Dach nach 5 Jahren leichte Risse bekommen, weil ich die Temperatur zu hoch eingestellt habe. Nachbesserung mit Kaltbitumen war aber einfach.“
Andere Nutzer berichten von Problemen mit Kondenswasser, wenn sie Seitenelemente wie Fassadenpaneele montieren. Unser Tipp: Planen Sie die Dachbelüftung von Anfang an ein – ein kleiner Spalt unter den Seitenelementen reicht oft aus. Wer auf EPDM setzt, ist meist begeistert von der Langlebigkeit, bemängelt aber die höheren Anfangskosten. Ein Nutzer: „Seit 7 Jahren kein Handlungsbedarf – das Dach sieht aus wie neu.“
Wer die Dachform des Carport Classic ändern möchte, sollte vor der Eindeckung prüfen, ob ein Satteldach möglich ist – wir haben alle Details im Artikel Gartenhaus GmbH Carport Classic: Vor- und Nachteile des Satteldachs zusammengefasst.
Häufig gestellte Fragen zur Flachdach-Eindeckung
Kann ich die Eindeckung selbst machen?
Ja, bei handwerklichem Geschick ist das möglich. Für Bitumen-Schweißbahnen benötigen Sie einen Gasbrenner und Schweißkelle – Achtung Brandgefahr. EPDM-Folie kann mit Kaltkleber oder Nahtband verlegt werden. Wir empfehlen, mindestens die Randanschlüsse von einem Fachmann anfertigen zu lassen.
Wie lange hält ein Bitumendach auf dem Carport Classic?
Bei fachgerechter Verlegung und regelmäßiger Wartung (jährliche Kontrolle auf Risse und Blasen) 15 bis 20 Jahre. Danach müssen die oberen Bahnen erneuert werden.
Ist eine Dachbegrünung auf dem Flachdach möglich?
Ja, aber nur mit einer wurzelfesten EPDM- oder PVC-Bahn und einer zusätzlichen Drainageschicht. Die Dachlast muss mindestens 120 kg/m² betragen – das Classic-Gerüst hält das bei Stahlpfosten aus. Lesen Sie dazu Gartenhaus GmbH Carport Classic: Stahlpfosten richtig verbauen.
Muss ich eine Baugenehmigung für die Eindeckung einholen?
Nein, die Eindeckung allein ist genehmigungsfrei. Wenn Sie jedoch das Dach umbauen (z. B. Satteldach statt Flachdach), kann in NRW eine Genehmigung nötig sein. Alle Details finden Sie unter Gartenhaus GmbH Carport Classic: Baugenehmigung in NRW.
Kann ich nachträglich noch eine Dämmung einbauen?
Ja, aber nur von oben (Aufsparrendämmung). Dazu müssen Sie die Dachbahn abnehmen, Dämmplatten aufbringen und eine neue Bahn verlegen. Das ist aufwändig und kostet etwa 40–60 € pro Quadratmeter.
Welches Material ist am pflegeleichtesten?
EPDM-Folie ist nahezu wartungsfrei – sie reißt nicht, wird nicht spröde und muss nur gelegentlich von Laub befreit werden. Bitumen benötigt alle 5–10 Jahre eine neue Schutzanstriche/Alu-Beschichtung.




